Was ist NLP?

Was bedeutet NLP?

Unter NLP versteht man eine Sammlung von hochwirksamen Werkzeugen und Konzepten zur persönlichen Veränderung und Kommunikation. NLP wurde von John Grinder und Richard Bandler Anfang der 70er Jahre in Kalifornien entwickelt. Die Abkürzung steht für Neurolinguistisches Programmieren.

Seitdem wurde es von verschiedenen Menschen weiterentwickelt (Robert Dilts, Steve Andreas, Leslie Cameron-Bandler, Judith DeLoizer, Stephen Gilligan, um nur einige wenige zu nennen) und hielt Einzug in verschiedenste berufliche Felder.

So wird es heute mit seinen effektiven Interventionsmöglichkeiten in Therapie und Coaching genutzt und aufgrund seiner Konzepte für gelungene Kommunikation auch in Führung, Werbung, Präsentation und Training.

Was ist NLP? 1

Empathisches NLP

Kennst du das, dass du dich bei deinen Freunden oder in einem liebevollen Gespräch mit deinem Partner besser öffnen kannst als bei Fremden, Kollegen oder sogar manchen Therapeuten? Das hat auch einen Grund. Im Idealfall fühlst du dich genau so verstanden und gemocht, wie du bist und dadurch kannst du dich leichter öffnen oder eine Veränderung zulassen.

So geht es unseren Teilnehmern und Klienten natürlich auch. Die Vorbilder des NLP (Satir, Erickson und Perls) hatten genau eine Stärke gemeinsam, die aber im NLP oft vernachlässigt wird: Sie besaßen besonders viel Empathie! Empathie ist die Voraussetzung dafür, um sein Gegenüber zu verstehen und zu mögen, wie er ist.

Mit Empathie schafften die berühmten Therapeuten es in kürzester Zeit, eine besonders tiefe Vertrauensbasis aufzubauen und dadurch tiefgreifende Veränderungen bei ihren Klienten zu bewirken. Das verlieh ihnen ein ganz besonderes Charisma und machte sie sogar weltberühmt.

Wir im NLP Zentrum München betonen diesen Schwerpunkt.

Auch wissenschaftliche Studien zeigen ganz eindeutig, dass ein tiefes Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Klient einen Großteil der Wirksamkeit ausmacht, während die gewählte Methode nur einen Bruchteil ausmacht. Natürlich gilt dies auch für die Veränderungsprozesse unserer Teilnehmer. Dies betrifft die Gruppensituation, die Übungen, aber auch die Gesamtbetrachtungsweise des NLP.

Um authentische Empathie mit unserem Gegenüber leben zu können, bedarf es einiger persönlicher Werte, Fähigkeiten und Einstellungen, auf die wir in unseren Trainings eingehen. Wir im NLP Zentrum München erleben NLP nicht als kopflastig oder manipulativ (wie manche Menschen befürchten könnten), sondern – ganz im Gegenteil – als einfühlsam, wertschätzend und unterstützend. Empathie ist sozusagen die „geheime Zutat“ für ein menschenfreundliches und noch wirksameres NLP. Deswegen unterrichten wir Empathisches NLP.

Die Geschichte des NLP

Um zu sagen was NLP ist, lohnt es sich, einen Blick in seine Entstehungsgeschichte zu werfen. NLP entstand Anfang der 70er Jahre an der Univeristy of Santa Cruz in Kalifornien. Der Student Richard Bandler leitete an der Universität zu diesem Zeitpunkt Selbsterfahrungsgruppen auf Basis der Gestalttherapie nach Fritz Perls. Bandler erwarb sich die Kenntnisse der Gestalttherapie, in dem er für den Psychiater Robert L. Spitzer viele Stunden Videomaterial von Fritz Perls transkribierte. Bereits nach kurzer Zeit erreichte Richard Bandler ähnliche therapeutische Erfolge wie Fritz Perls und bot erste Gestaltgruppen an der Universität an.

Damit Studenten an der Universität Kurse anbieten durften, benötigten sie einen Mentor, der sie supervidierte. Der Mentor für die Gestalttherapie-Gruppen von Richard Bandler wurde der Linguist und Transformationsgrammatiker John Grinder, der von nun an den Gruppen als Beobachter beiwohnte. Gemeinsam entwickelten sie die Idee, die therapeutischen Prozesse zu analysieren, um ihre Wirkfaktoren benennen zu können. Hierzu nutzen sie zu Beginn vor allem die Transformationsgrammatik von Noam Chomsky als theoretische Grundlage für ihre Analysen und nahmen später weitere Aspekte, unter anderem den der nonverbalen Kommunikation, hinzu. Fortan gab Bandler einen Kurs, die Prozesse wurden von Grinder analysiert, so dass Grinder in einem weiteren Kurs das Resultat der Analyse nutzte um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Der Prozess, eine bestimmte Fähigkeit einer Person zu analysieren und danach für andere Menschen erlernbar zu machen wurde von Grinder „modeling of excellence“ (zu deutsch: Modellieren von Herausragendem) genannt.

Bandler und Grinder hatten somit das erste Mal therapeutische Prozesse, die zuverlässig zu einer Veränderung führen modelliert, was damals ein absolutes Novum war.

1972 vermittelte Robert Spitzer, der sehr angetan von Bandlers und Grinders Arbeit war, den Kontakt zu Virginia Satir, einer Pionierin der Familientherapie, ohne die die heutige systemische Therapie vermutlich nicht existieren würde. Bandler und Grinder entdeckten sowohl Übereinstimmungen mit Perls, in der Art und Weise, wie Virginia Satir ihre Sprache nutzte, als auch spezifische kommunikative Muster und Ansätze, in ihrer Interaktion mit Paaren und Familien.

Die Erkenntnisse, die Bandler und Grinder durch den Modellierungsprozess von Virginia Satir und Fritz Perls erlangten, verschriftlichten sie in ihrem ersten Buch. In „Die Struktur der Magie 1 – Metasprache und Psychotherapie“ (erschienen 1975) erläuterten sie die modellierten Sprachmuster von Perls und Satir. Bis heute ist dieses Buch ein Klassiker der NLP Literatur. Das vorgestellte Sprachmodell, das Metamodell, ist ein wichtiges therapeutisches Werkzeug und wesentlicher Bestandteil jeder NLP Ausbildung.

Im Jahr 1974 stellte Gregory Bateson Bandler und Grinder den Psychiater und Hypnosetherapeuten Milton H. Erickson vor. Milton H. Erickson gilt als Begründer der modernen Hypnotherapie und seine therapeutischen Ansätze waren so weitreichend, dass Therapierichtung wie die Hypnotherapie, Lösungsfokussierte Kurzzeittherapie, NLP, Systemische Therapie, Aufstellungsarbeit und andere in der heutigen Form nicht vorstellbar wären.

Was ist NLP? 2

Wenn es irgendein Mensch tun kann, kannst du es auch!

Richard Bandler

Die Begegnung mit Milton H. Erickson war entscheidend, dafür, wie sich das NLP weiterentwickeln sollte. Bandler und Grinder analysierten Ericksons Art und Weise Sprache zu nutzen, um Trance zu induzieren. Das Resultat war das sogenannte Miltonmodell, welches eine maßgebliche Ergänzung zum Metamodell darstellt. Die Resultate dieses Sprachmustermodellings publizierten sie 1975 in dem Buch „Patterns: Muster der hypnotischen Techniken Milton H. Ericksons“. Der Einfluss, den Milton H. Erickson auf Bandler und Grinder hatte ging jedoch über seinen Umgang mit Sprache hinaus. Erickson zeichnete eine enorme Experimentiertfreudigkeit im Umgang mit Menschen aus. Er experimentierte massiv mit nonverbalem Verhalten und hatte einen sehr pragmatischen Ansatz in Bezug auf Veränderungsarbeit. Sein Ansatz folgte dem Motto „Wenn etwas nicht funktioniert, mach etwas anderes“.

Um Bandler und Grinder, die mittlerweile Vorlesungen und Workshops hielten, bildete sich im Laufe der Zeit eine Gruppe, die mit den Methoden experimentierte. Durch die Beschäftigung mit Milton H. Erickson, probierten und entwickelten sie nun kommunikative Ansätze, die über das bisher Modellierte hinausgingen, verwarfen was nicht funktionierte und entwickelten weiter, was gut funktionierte. In dieser Zeit verlagerte sich der Fokus vom verbalen Verhalten zum nonverbalen Verhalten. Inspiriert durch Erickson wurden hypnotisch, imaginative Verfahren in die bisherigen Konzepte integriert und das, was wir heute unter NLP verstehen, entstand. Es entwickelten sich Konzepte wie Ankern, Submodalitäten, Arbeit mit der Zeitlinie oder Persönlichkeitsanteile.
Die wirksamsten Mechanismen wurden in sogenannten Formaten zusammengefasst. Formate stellen einen Ablauf dar, den der Therapeut mit dem Klient durchläuft und der, richtig angewendet, zielgerichtet zur gewünschten Veränderung führt. Somit gab es zum ersten Mal in der Psychotherapiegeschichte erlernbare Abläufe zur zielgerichteten Veränderung. Etwas, was das NLP bis heute auszeichnet.

Seit den 80er Jahren bis heute wird NLP von verschiedenen Menschen konstant weiterentwickelt. Interessante neue therapeutische Richtungen, wie etwa die systemische Aufstellungsarbeit sind eng mit dem NLP verwandt und wurden ins NLP integriert. Einzelne Teile wurden aus dem NLP entnommen und als eigenständiger therapeutischer Ansatz weiterentwickelt. Das prominenteste Beispiel ist die bilaterale Hemisphärenstimulation mittels Augenbewegungen zur Aufarbeitung von Traumatisierungen, genannt EMDR.
Da NLP keine geschützte Marke ist, gibt es keinen allgemeinen Konsens darüber, was NLP nun genau beinhaltet und was nicht. Um eine Vergleichbarkeit und Qualität in der Ausbildung sicherzustellen, gibt es Verbände wie den DVNLP, ÖDV-NLP, INLPTA, IN und andere, die bestimmte Inhalte in ihren Curricula vorgeben und Ausbildungen zertifizieren.

Ist NLP das richtige für mich?

NLP ist ursprünglich das Studium gelungener Kommunikation. Dabei wurde sowohl die Kommunikation mit unseren Mitmenschen, als auch die Kommunikation mit uns selbst betrachtet. Aus diesem Studium entwickelte sich zudem ein tiefes Verständnis für Veränderungsprozesse.

Mittlerweile wird NLP in einer großen Bandbreite von Berufen genutzt, sodass sich in allen modernen Kommunikations- und Führungskräftetrainings, sowie Coaching- und Therapieausbildungen Elemente aus dem NLP wiederfinden.

Dementsprechend vielseitig wird es eingesetzt:

  • Menschen in Führungspositionen nutzen es für Team- und Personalentwicklung
  • Pädagogen, Trainer und Lehrer vermitteln mit NLP die Unterrichtsinhalte auf begeisternde und nachhaltige Weise
  • Therapeuten, Ärzte und Heilpraktiker nutzen es, um mit ihren Klienten schneller die gewünschte Veränderung zu erreichen und Heilungsprozesse zu unterstützen
  • Vertriebler nutzen NLP, um die Wünsche ihrer Kunden zu erkennen und optimal darauf einzugehen
  • Im Businessbereich wird NLP genutzt, um Aufgaben effizienter, authentischer und erfolgreicher zu lösen
  • Im privaten Bereich wird NLP zur Persönlichkeitsentwicklung und Gestaltung von erfüllenden Beziehungen genutzt

Mit anderen Worten: NLP lohnt sich für Menschen, die kommunizieren.

Und somit also für jeden!

Wichtige Themen des NLP

Was ist NLP? 3

Metamodell

Das Metamodell ist eine Sammlung von Sprachmustern, mit denen wir Kommunikation hinterfragen können. Auf diese Weise können Generalisierungen, Tilgungen und Verzerrungen aufgedeckt und aufgelöst werden und eine ressourcevollere Sichtweise kann eingenommen werden.

Was ist NLP? 4

Miltonmodell

Beim Miltonmodell wird mit Hilfe von vager Sprache beim Klienten seine innere Tiefenstruktur aktiviert. Das Miltonmodell gibt die Möglichkeit, durch kunstvolle Sprachmuster, bei Menschen Trancen hervorzurufen und Zustände zu aktivieren, die zur Lösung ihrer Probleme beitragen.

Was ist NLP? 5

Ankern

Das Ankermodell geht auf die klassische Konditionierung nach Pawlow zurück. So ist es möglich, einen bestimmten Reiz an eine Reaktion zu „ankern“. Mithilfe von Ankern können unangenehme Zustände durch angenehme ersetzt werden oder Ängste und unerwünschstes Verhalten aufgelöst werden.

Was ist NLP? 6

Timeline

Vergangene Ereignisse können einen bleibenden Einfluss auf Menschen haben. Mit Hilfe von Timelinetechniken kann in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gearbeitet werden. Es können Prägungsereignisse, aufgrund derer Menschen ungünstige Verhaltensweisen oder Überzeugungen gelernt haben, ressourcevoll neu erlebt werden und zukünftige Situationen transformiert werden.

Was ist NLP? 7

Submodalitäten

Submodalitäten beschreiben die Art und Weise, wie ein Mensch seine inneren Vorstellungen erlebt. NLP geht davon aus, dass nicht der Inhalt der inneren Vorstellungen entscheidend für den Zustand des Menschen ist, sondern die Darstellungsweise. Durch die Arbeit mit Submodalitäten können hinderliche Überzeugungen, Motivation oder unangenehme Zustände verändert werden.

Was ist NLP? 8

Persönlichkeitsteile

Bei der Arbeit mit Persönlichkeitsteilen geht man davon aus, dass für Emotionen und Verhaltensweisen Teilpersönlichkeiten von uns verantwortlich sind. Mithilfe von NLP kann man mit ihnen kommunizieren und verhandeln. Alle Persönlichkeitsanteile ressourcevoll und ohne Konflikte zu erleben, kann starke Auswirkungen auf die Ausstrahlung, den Zustand und das Verhalten einer Person haben.

Unsere NLP-Ausbildungen

NLP ist ein Modell, das sich konstant weiterentwickelt. Es bietet eine Fülle von hochwirksamen Techniken, die relevant für Kommunikation und Veränderungsarbeit sind. Es wird mittlerweile von verschiedensten Berufsgruppen genutzt: Coaches, Therapeuten, Heilpraktiker, Ärzte, Trainer, Führungskräfte, Berater und viele weitere nutzen NLP zur Verbesserung ihrer Kommunikationsfähigkeiten und zielgerichteten Veränderungsarbeit. NLP ist eines der gefragtesten Seminarkonzepte auf dem Weiterbildungsmarkt, sowohl im privaten als auch beruflichen Bereich. In unseren NLP-Ausbildungen lernst du NLP von erfahrenen Trainern.

Was ist NLP? 9

NLP Basic

Dein Einstieg in die faszinierende Welt des NLP! Lerne NLP kennen in unserer zertifizierten NLP-Basic Ausbildung über 9 Tage in München oder Online und verändere deine Kommunikation.

Was ist NLP? 10

NLP Practitioner

Nimm an unserer NLP-Grundausbildung in München oder Online teil. In der NLP-Practitioner Ausbildung werden verschiedene Themen aus dem vielfältigen Bereich des NLP gelehrt.

Was ist NLP? 11

NLP Master

Nachdem du in der NLP-Practitioner Ausbildung die Grundlagen des NLP kennengelernt hast, steigen wir in der NLP-Master Ausbildung noch tiefer in die Welt des NLP ein.