Das Wir-Gefühl ist eines der bedeutendsten Erfolgs-Rezepte von erfüllten und erfolgreichen Langzeit-Beziehungen. Vor allem, wenn man dieses Gefühl sogar in bzw. trotz Konflikten beibehalten kann. So gut wie alle erfolgreichen Langzeit-Paare, die ich persönlich kenne, sind auf unterschiedliche Art besonders gut darin, das Wir-Gefühl und die dazu nötige innere Sichtweise zu Konflikten einzunehmen.

Im letzten Blog-Beitrag bin ich genau darauf eingegangen, was genau das Wir-Gefühl ist und wie man genau „hineinkommen“ kann.
In dieser Fortsetzung des Beitrags möchte ich vor allem Anregungen für Fortgeschrittene geben, also Möglichkeiten vorstellen, wie wir das Wir-Gefühl weiter verstärken oder vertiefen können, auch wenn es gerade in der Beziehung schwierig erscheint.

Der erste Faktor dazu ist ausreichend viel Motivation. Denn wenn wir verstanden haben, wie etwas genau geht (in diesem Fall spätestens durch den letzten Blog-Beitrag, und bestimmt auch aus eigener Erfahrung), brauchen wir, um es anzuwenden, vor allem genug inneren Treibstoff.

Wenn unsere persönliche Motivation groß ist, wenn es uns aus eigener Erfahrung heraus wichtig ist, im Wir-Gefühl zu bleiben, dann schaffen wir das auch meistens.

 

Ein starkes Wir-Gefühl ist von Vorteil

Und um motiviert zu sein, müssen wir uns vor allem die Vorteile für uns selbst, für unsere persönlichen Lebensziele und für unsere Beziehung bewusst machen. Dann entsteht die innere Motivation dazu von ganz alleine. Hier einige der großen Vorteile des Wir-Gefühls zum motivieren:

  • Wir fühlen uns auch in schwierigen Situationen miteinander verbunden. Da Trennungsängste oder Konflikt-Situationen oft Stress oder sogar Ängste auslösen, ergibt sich gleich ein weiterer Vorteil des Wir-Gefühls:
  • Wir sind automatisch leistungsfähiger und auch kreativer, wenn es um gezielte Problem-Lösungen geht. Denn mit guten Gefühlen funktionieren gerade ziel- und lösungsorientiertes Denken wesentlich besser als unter Stress. Das zeigen auch Studien in der Positiven Psychologie.
  • Wir haben auch bessere Chancen, den Konflikt oder unseren Partner zu verstehen, denn wir befinden uns in der dafür geeignetsten inneren Wahrnehmungs-Position (siehe letzter Blog-Artikel).
  • Wir verstärken im Wir-Gefühl jedes Mal das Vertrauen unseres Partners in uns, weil wir spürbar versuchen, auf ihn einzugehen oder nach einer für beide Seiten machbaren Lösung zu suchen. Jeder so gemeisterte Konflikt vertieft so unsere Beziehung zueinander. Beziehungs-Forscher würden dazu sagen: Wir zahlen mit jedem Mal etwas Positives auf unser gemeinsames „Beziehungs-Konto“ ein.
  • Wir sind dem Ziel einer tiefen, verständnisvollen und harmonischen Beziehung automatisch schon näher. Sogar, während das Problem noch nicht gelöst ist, können wir es sozusagen Hand in Hand angehen. Dadurch ist der Konflikt schon deutlich weniger belastend.
  • Verbundenheits-Gefühle wirken sehr beruhigend auch unsere Psyche und auf unseren Körper. Sogar für unsere Gesundheit ist es nachweisbar von Vorteil. Das bedeutet beispielsweise mehr Resilienz, weniger stressbedingte Krankheiten, ein besseres Immunsystem und sogar eine beschleunigte Wundheilung! Solche Ergebnisse zeigen zahlreiche Studien in der Glücksforschung und Positiven Psychologie, in denen man die Auswirkungen von Stress oder harmonischeren Gefühlen vergleicht.
  • Weitere beteiligte Personen, z.B. gemeinsame Kinder, werden weniger belastet durch unseren Konflikt, weil wir sozusagen trotz Problem spürbar zusammenhalten.
  • Und das Beste daran ist: Es hilft sogar, wenn nur ich selbst im Wir-Gefühl bleibe! Wenn mein Partner es gerade nicht hinbekommt, dann hilft es mindestens schonmal, einen Streit oder eine Eskalation zu verhindern. Und im besten Fall hilft es dabei, jetzt oder ein wenig später eine geeignetere Kommunikationsebene zu eröffnen. Es macht erfahrungsgemäß gerade bei Meinungsverschiedenheiten besonders viel aus, wenn man selbst emotional im Wir-Gefühl bleibt, auch und gerade, wenn der Partner es im Moment nicht schafft!
  • Und nicht zu vergessen: Es fühlt sich einfach besser an, und wir haben so auch mehr Energie für unsere anderen Lebensbereiche und persönlichen Ziele übrig.

Alle diese Vorteile gelten übrigens nicht nur in Partnerschaften. Ein positives Wir-Gefühl verbessert meist auch das Verhältnis zu Arbeits-Kollegen, zu Chefs, zu anderen Familien-Mitgliedern, zu Mannschafts-Kameraden und zu allen anderen Menschen, mit denen wir gemeinsam etwas erreichen wollen.

Tipp zum Verstärken deiner Motivation für das Wir-Gefühl: Überlege dir noch weitere konkrete Vorteile davon aus unterschiedlichen Lebensbereichen, die dir persönlich wichtig sind.

In Bezug auf unsere innere Motivation gibt es jedoch eine kleine und doch häufige Ausnahme, die gerade im Streitfall Auswirkungen hat: Wenn man sich nämlich gerade nicht gut fühlen „will“! Beispielsweise, wenn man seine Wut oder Enttäuschung zeigen möchte, seinen Frust rauslassen möchte, seine Verletztheit spürt, oder wenn man beleidigt ist, und Ähnliches. Allen solchen Gefühlen ist häufig gemeinsam, dass man gerade nicht sich selbst ändern möchte, sondern sich diese Änderung vom Partner wünscht.

Hier greife ich wieder auf einen Erfahrungswert aus dem Coaching-Bereich zurück: Meist kennen wir Gefühle als Reaktionen auf Situationen oder eigene Gedanken. Das Gefühl ist dabei sozusagen das Endprodukt, das beim Verarbeiten eines Reizes entsteht (äußerlich durch die Situation oder innerlich durch das Denken an etwas).

Oder um es konkret am Beispiel zu veranschaulichen: Wenn jemand mein Verhalten kritisiert, und ich das Gesagte als beschämend interpretiere, und dazu beispielsweise auch noch glaube, dass diese Kritik berechtigt ist, reagiere ich möglicherweise mit Schuldgefühlen. So betrachtet ist das Gefühl von Schuld also das Endprodukt des Verarbeitungsprozesses auf die Kritik hin. Mit der Interpretation, dass die Kritik unberechtigt sei, hätte ich vermutlich andere Gefühle. Deshalb sind innere Verarbeitungsprozesse oft bedeutender in Bezug auf unsere Gefühle als die reine äußere Situation, in der wir uns befinden.

Es gibt aber auch noch eine andere Betrachtungsweise von Gefühlen, die im Coaching oft genutzt wird und große Veränderungen unserer Gefühlswelt ermöglicht: Gefühle sollen uns nämlich auch zu bestimmten Verhaltensweisen anregen. So sind sie von der Natur bzw. unserem Körper im Zusammenspiel mit unserem Unterbewusstsein gedacht:

Angst soll uns zum Beispiel von einer gefährlichen Situation abhalten oder zur Flucht bewegen, Liebe soll uns dazu bewegen, z.B. eine Partnerschaft oder tiefe Verbindung einzugehen und zu leben, und die gerade genannten Schuldgefühle sollen uns meistens dazu bewegen, einen begangenen Fehler nicht zu wiederholen oder ihn wieder gut zu machen. Jetzt zu jedem Gefühl die häufigsten Absichten dahinter zu erklären, ist ein sehr interessantes Thema, würde aber etwas den Rahmen des Artikels sprengen.

 

Hinter Gefühlen stecken Bedürfnisse

Und wenn wir bewusst bzw. meist unbewusst in ein bestimmtes Gefühl hinein gehen, ist das nicht nur eine Reaktion auf etwas, sondern gleichzeitig auch eine Art innere Strategie, mit der wir eine Absicht verfolgen. Diese Strategie können wir uns in der Kindheit antrainiert haben, durch Vorleben der Eltern oder Prägungs-Situationen angenommen haben oder wir haben schlicht und einfach noch keine bessere Reaktionsweise zu einer Situation kennen gelernt. Die Zusammenhänge können durchaus komplex sein.

Das Gute ist dabei ist aber, wenn Gefühle auch innere Strategien sind, können wir sie auch relativ einfach ändern und uns für geeignetere Gefühle oder Strategien zu einer Situation entscheiden.

Dazu gibt es einige Methoden in unseren Seminaren im NLP oder im Glückstraining, um gezielt zu lernen, in ein gewünschtes Gefühl zu gehen bzw. dieses zu aktivieren.

Die Möglichkeit, uns gezielt für das bessere Gefühl zu entscheiden, nutzen wir jetzt einmal für eine bestimmte Art von Gefühlen. Nämlich die, die ich oben schon erwähnt habe: Wut, Beleidigtsein, und ähnliches. Also Gefühle, die auftreten, wenn man trotz aller sonstigen Motivation für das Wir-Gefühl oder für andere gute Gefühle gerade nicht glücklich sein „will“.

Wenn ein kleines Kind beleidigt ist, weil es sich gerade vor dem Essen ein Eis wünscht, dann ist seine Absicht offensichtlich. Es will die Erwachsenen unter Druck setzen, um das Eis doch noch zu bekommen. Und als Erwachsener ist es recht einfach, darüber zu schmunzeln und trotzdem beim Nein zu bleiben.

Das Interessante dabei ist aber folgendes: Das Kind geht innerlich (und vermutlich nicht absichtlich, sondern unbewusst) in ein unangenehmes Gefühl – Beleidigtsein -, um damit eine Verhaltensänderung beim Erwachsenen zu bewirken, damit es dann – durch das Eis – glückliche Gefühle bekommt. Das Eis ist also gerade so wichtig, dass das Kind sich unglücklich deswegen macht, um auf diesem Umweg glücklich zu werden. Eigentlich eine paradoxe und recht umständliche Strategie!

Auf eine Beziehungs-Situation bezogen bedeutet das: Wir gehen unbewusst in ein schlechtes Gefühl (Wut, Beleidigtsein, etc.), um den Partner dazu zu bewegen, sich so zu verhalten, dass er in uns wieder gute Gefühle auslöst.

Und genau diese Strategien, über schlechte Gefühle Druck auf unser Gegenüber auszuüben, um dadurch über das Verhalten des Partners Umstände zu schaffen, die uns anschließend glücklich machen sollen, fasse ich hier mal als „Umerziehungs-Strategien“ zusammen.
Denn letztlich versuchen wir damit den Partner dorthin „zu erziehen“, dass er zukünftig das gewünschte Verhalten von sich aus zeigt. Denn dann würden wir ja – sozusagen als Belohnung – wieder mit guten Gefühlen auf sein neues Verhalten reagieren!

Das Fatale daran ist, dass wir in solchen Momenten meist gar nicht bewusst daran denken, dass wir am Ende unserer Strategie eigentlich glücklich sein wollen. Eher entsteht das Gefühl „Ich kann nicht anders!“ oder „Ich habe ein Recht, jetzt wütend zu sein!“ oder sogar „Du hast es jetzt gerade nicht verdient, dass ich freundlich zu dir bin!“. Unbewusst gehen wir aber vorher schon in das betreffende Gefühl hinein, in der Hoffnung, mit dieser Strategie erfolgreich zu sein. Leider lässt sich kaum jemand gerne unter Druck setzen oder manipulieren, vor allem nicht langfristig. Deswegen führen solche Verhaltensweisen auf Dauer eher zu einer Verschlechterung einer Beziehung als zu einer Verbesserung.

Die im Vergleich dazu wesentlich erfolgreichere Strategie dazu wäre wieder einmal das Wir-Gefühl! Wenn wir ehrlich vergleichen, welche Gefühle bzw. inneren Strategien unsere Beziehung glücklicher machen werden, ist es nicht schwer, sich auch in solchen Situationen wieder für das Wir-Gefühl zu motivieren.

Wie gesagt, bei kleinen Kindern ist das sehr durchschaubar und oft irgendwie niedlich. Aber wenn wir als Erwachsene im Laufe ihres Lebens mindestens eine dieser Umerziehungs-Strategien perfektioniert haben, ist die eigentliche Absicht dahinter (meist eine schöne Beziehung) schon wesentlich schwerer zu durchschauen. Und auch bei uns selbst sind solche Reaktionen wesentlich schwerer abzuschalten. Oft kommen diese Gefühle sehr schnell und intensiv auf. Dann ist es oft besser, später nochmal in Ruhe und mit etwas Abstand über den Konflikt zu reden.

 

Typische Gefühle bzw. Umerziehungs-Strategien

  • Wut/ aggressiv sein
  • Beleidigtsein
  • Vorwürfe/ Gegenvorwürfe
  • Verletztsein
  • Mit Konsequenzen drohen, eventuell bis hin zur Trennungs-Androhung
  • „Intrigen“ ankündigen („Ich sag’s den anderen… Wirst schon sehen!“)

Unter Umständen versuchen wir auch mit „positiven“ Verhaltensweisen unser Gegenüber gezielt „umzuerziehen“:

  • Besonders lieb sein/ Versprechungen machen
  • Einschmeicheln/ Betteln

Alle diese Umerziehungs-Strategien haben also gemeinsam, dass sie viel umständlicher sind, als einfach mit unserem Partner im Wir-Gefühl nach konstruktiven Lösungen zu suchen. Und dass sie auf Dauer nicht gut funktionieren, weil unser Partner dies mit der Zeit bewusst oder unbewusst durchschaut. Und dann oft darauf mit Abwehr, nicht ernst nehmen oder sogar genervt sein reagiert.

Mit etwas Übung können wir uns selbst und auch unser Gegenüber schneller bei solchen Momenten „ertappen“ und uns schneller eingestehen, dass wir im Grunde genommen gerade auf einem Umweg eine schöne gemeinsame Beziehung anstreben. Vor allem Langzeit-Paare entwickeln hier oft eine erstaunliche Gelassenheit.

Und sobald wir das eigentliche Ziel einer erfüllten Beziehung wieder im Blickfeld haben, können wir dafür gezielt in das Wir-Gefühl wechseln. Mit der zunehmenden Erfahrung damit gehen wir immer öfter gleich ins Wir-Gefühl und ersparen uns den Umweg über die manipulativen Gefühle.

Was als weiterer Faktor vielen Paaren hilft, vor allem in Konflikt-Situationen im Wir-Gefühl zu bleiben, ist die sehr bekannte NLP-Grundannahme:

 

Hinter jedem Verhalten steckt eine positive Absicht

Nicht nur unsere Gefühle verfolgen bewusste oder unbewusste Absichten. Dasselbe gilt auch für unser Verhalten.
Und erfahrene Coaches kennen das gut: Hinterfragt man das Verhalten eines Klienten genauer, entdeckt man hinter fast jeder Verhaltensweise mindestens eine dadurch verfolgte Positive Absicht.

Beispielsweise kann hinter aggressivem Verhalten eine Art Selbstschutz stecken, weil man gerade emotional überlastet ist und keine weiteren Anforderungen an sich aushalten kann.

Oder hinter Rückzugsverhalten kann das Bedürfnis stehen, die eigene Sensibilität nicht einem weiteren Konflikt auszusetzen.

Oder hinter ständigen Vorwürfen steht manchmal die Angst, selbst beschuldigt zu werden und mit dieser Schuld oder auch nur einer persönlichen Abwertung nicht umgehen zu können. Auch hier ist die eigentliche Absicht der Selbstschutz, und nicht Angriff.

Oft stecken gerade hinter Verhaltensweisen, die man nicht gleich verstehen kann, ganz persönliche und wichtige innere Bedürfnisse. Diese zu haben und entsprechend auch erfüllen zu wollen, ist erstmal grundsätzlich etwas Positives. Deshalb sprechen wir hier von positiven Absichten.

Selbst, wenn etwas auf der Verhaltens-Ebene destruktiv erscheint, weil man beispielsweise keine bessere Strategie für das eigene Problem beherrscht, kann auf der Bedürfnis-Ebene eine positive Absicht dahinterstehen.

Diese Unterscheidung ist im Coaching- oder Therapie-Kontext ein ganz wichtiger Aspekt. Und wirkt sich mit etwas Übung sehr positiv auf die Wahrnehmung des Partners aus.

Wenn man die oben genannte Grundannahme für sich überprüft und bejaht hat oder durch ausreichend viele Erfahrungen mit Menschen bestätigen kann, wirkt diese Annahme sozusagen ähnlich wie eine Unschuldsvermutung: Ich verstehe unter Umständen das Verhalten meines Gegenübers noch nicht. Möglicherweise halte ich es auch unabhängig von den Absichten in dieser bestimmten Situation für ungünstig oder sogar verkehrt. Aber ich gehe erstmal von einer positiven Absicht dahinter aus.

Eine positive Absicht zu vermuten, verhindert einerseits, dass man in einen sich aufschaukelnden destruktiven Streit einsteigt. Und andererseits löst es meist schon ein Verstehen-Wollen aus. „Welche Absicht steckt wohl diesmal dahinter?“

Im Wir-Gefühl will man zudem das Problem für beide Parteien lösen! Man fängt automatisch an, konstruktiv sein Gegenüber zu hinterfragen, was es genau beabsichtigt. Es ist dadurch viel einfacher, auch bei schwierigen Themen ziel- und lösungsorientiert zu bleiben im Gespräch.
Und dies bringt uns zum letzten Aspekt, den ich in diesem Artikel ansprechen möchte, der ein Wir-Gefühl in Beziehungs-Konflikten sehr viel einfacher macht:

Gezielte Frage- und Kommunikations-Techniken machen es sehr viel leichter, sein Gegenüber schnell und nachhaltig verstehen zu können.

 

NLP-Methoden und effektive Frage-Techniken

Wenn ich eine Verhaltensweise meines Partners nicht verstehe, ist es am sinnvollsten, erst einmal die Positive Absicht dahinter zu verstehen. Dies geht prinzipiell einfach mit Fragen wie diesen:

Was ist denn deine positive Absicht dahinter? Wofür genau hast du denn das gemacht? Was wolltest du denn im Positiven dadurch erreichen?
Wenn man eine Antwort bekommt, kann man anschließend auch die immer noch wichtigere Absicht dahinter erfragen, bis man sein Gegenüber versteht. Am besten immer im Gefühl, es wirklich ehrlich verstehen zu wollen, und deshalb auch dankbar für eine entsprechend ehrliche Antwort zu sein, ohne diese unnötig zu bewerten oder darüber zu diskutieren.

 

An einem Beispiel wird das leicht verständlich

„Was wolltest du denn im Positiven damit erreichen, dass du mich vorhin so angefahren hast, als ich dich von hinten überrascht hab?“ – „Dass du meine Grenze respektierst!“ – „Und wofür ist dir das wichtig?“ – „Damit ich dann das Gefühl habe, dass du meine Bedürfnisse ernst nimmst. „ – „Ah, verstehe, und was ist deine Positive Absicht dahinter, dass ich deine Bedürfnisse besser ernstnehmen soll?“ – „Weil dann könnte ich dir viel besser vertrauen und mich bei dir fallen lassen.“ – „Ah ja, danke für deine Ehrlichkeit. Und wofür genau ist dir das so wichtig?“ – Wenn ic